WordPress eignet sich als Multisite Installation besonders für Webmaster, die in der Regel mit einer Vielzahl an Domains über eine Multisite Installation alle komfortabel betreuen können. Im besten Fall verwenden erfahrene Webmaster bereits einen festen Pool an Plugins, die standardmäßig in jeder WordPress Installation verwendet werden. Oft wird aber auch gerade in Foren etc. gefragt, welche Plugins denn die wichtigsten sind. Bei der Vielzahl an Webmastern, für die WPler bereits gearbeitet hat, können wir hier einige Must-Have’s ganz klar definieren.

  1. WP Minify für minifizierte CSS & Javascripts
    Das Plugin WP Minify minifiziert vom Theme geladene CSS & Javascript Dateien in einer Datei. Dies funktioniert auch hervorragend in Multisite Installationen. Offenbar aber haben einige wenige Probleme mit dem Plugin, wobei wir bei jeder Installation diese nicht nachvollziehen konnten.
  2. Mit Widget Logic die Ausgabe von Widgets steuern
    Widget Logic gibt mit den sogenannten Conditional Tags die Möglichkeit zu bestimmen, auf welcher Seite ein Widget angezeigt werden soll. Insbesondere ist das hilfreich, wenn man in der Sidebar ein Text-Widget einsetzt, in dem man Banner und/oder Links platziert, die aber nur auf einer Seite ausgegeben werden soll. In dem Artikel SEO freundliche Links in Sidebar und Navi erkläre ich die Möglichkeiten genauer.
  3. Menu Item Visibility Control ergänzt Navigations-Elemente um Conditional Tags
    Wer in einer definierten WP Navigation über Design -> Menüs auch Links platzieren möchte, will sicherlich auch ebenso dass dieser externe Link ebenfalls möglichst nur auf einer bestimmten Seite ausgeben wird. Das Plugin Menu Item Visibility Control ergänzt in der Bearbeitung einzelner Menü-Elemente mit einem Feld „Visibility“, in welchem ebenfalls mit den Conditional Tags definiert werden kann, wo dieses Menü-Element ausgeben werden soll. In dem Artikel SEO freundliche Links in Sidebar und Navi erkläre ich die Möglichkeiten genauer.
  4. Google Sitemap Generator generiert XML-Sitemaps für Google, Bing & mehr
    Ebenfalls ein absolutes Must-Have für SEO ist das Plugin Google Sitemap Generator (Achtung, für Multisite Installation bitte die BETA verwenden!), welches automatisch bei neuen Artikeln / Seiten die Sitemap aktualisiert und an einigen Anbietern automatisch übermittelt. Es garantiert zwar nicht, dass nun sofort alle neuen URLs unmittelbar indexiert werden, sicherlich wird aber schneller indexiert als wenn man dies nicht mitteilt.
  5. WP Seo, SEO Ultimate, All-in-One-Seo Pack etc. für SEO optimierte Ausgaben
    Nun, bei den SEO Plugins scheidet sich die Spreu vom Weizen. Wer eine gewaltig detailierte Möglichkeit mit hunderten zusätzlichen Features sucht, benutzt SEO Ultimate, wer lediglich vernünftigen Zugriff zu SEO Eigenschaften jeder Seite / Artikel haben möchte, benutzt All-in-One-Seo Pack (bzw. das Premium-Plugin) und wer es schlicht einfach haben möchte und auch sich nicht davor scheut, mal etwas Geld zu investieren, benutzt WP Seo, was einem die meiste Arbeit abnimmt. Welches man hier empfehlen soll (und auch noch die zahlreichen anderen Plugins), ist eine Gradwanderung. Hat man sich an eines der Plugins gewöhnt, benutzt man es in der Regel auch weiterhin. Die meisten bekannten Webmaster von WPler benutzen SEO Ultimate oder All-in-One-SEO Pack.
  6. Mega Pack Jetpack mit zahlreichen Features
    Mit dem Mega-Pack Plugin Jetpack von WordPress selbst gibt es gleich viele geniale Features, die man als Webmaster sehr gut benutzen kann. Allerdings wird ein Account bei wordpress.com benötigt, um Jetpack zu verwenden. Hat man aber seine Installation einmal mit einem WordPress.com Account aktiviert, stehen einem Statistiken, benutzerfreundliche Kommentare, Social Media-Buttons und noch diverse andere kleinere geniale Tools zur Verfügung. Meiner Meinung nach ein absolutes Must-Have!
  7. WordPress etwas mehr absichern mit Secure WordPress
    Wer zumindest etwas seine WordPress Installation absichern möchte, sollte sich das Plugin Secure WordPress von Websitedefender.com installieren. Damit lassen sich einige Einstellungen vornehmen, um Grundlegendes innerhalb der Installation abzusichern.
  8. Banner-Verwaltung inkl. Zonen mit Simple Ads Manager
    Webmaster packen in aller Regel auf Ihren Webseiten auch Banner. Wer diese komfortabel inkl. einiger Statistiken verwalten möchte, sollte sich das Plugin Simple Ads Manager installieren, mit dem Du Zonen anlegen kannst, in denen Du Banner wunderbar organisieren kannst.
  9. Social-Media Buttons inkl. Statistik mit AddThis
    Wer seine Social-Media Bewegungen genauer erfassen möchte, kann sich das Plugin AddThis installieren. Hierzu wird ein Account bei Addthis benötigt, in dem Du dann aber auch sehr viel feiner verfolgen kannst, welche Artikel / Seiten geshared und geklickt werden.

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl mehr Plugins, die der eine oder andere Webmaster für seine Domains benötigt. Man sollte allerdings auch nicht zu viele (vor allem unnötige) Plugins installieren, da jedes aktivierte Plugin Ressource braucht und somit die Site verlangsamt. Inaktive Plugins sollten vorsichtshalber sogar gelöscht werden. Aber Vorsicht: Einige einmal aktivierte Plugins sind falsch programmiert und „hacken“ sich direkt in den WP-Core hinein, so dass einige dieser Plugins Dateien so umschreiben, dass Dateien des Plugins geladen werden. Löscht man ein Plugin-Ordner, kann so schnell die Site nicht funktionieren. Daher zunächst den Plugin-Ordner vor dem Löschen nur kurz umbennen, die Site testen, und wenn alles wie gewohnt funktioniert, erst löschen.

Bevor eine umgesetzte Site dann Online geht, testen wir die Site mit Firefox und der Extension PageSpeed und Seo Doctor um eventuelle Fehler noch zu finden, die man so gut es eben geht fixen sollte. Insbesondere wird dabei oft vergessen, das Browser-Caching bestensfalls direkt über den Server aktivieren zu lassen und dabei auch gleich die gzip Auslieferung zu benutzen.

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